Donnerstag, 3. Juni 2010

mulți vizitatori , nimic nou

mulți vizitatori , nimic nou (viel Besuch , wenig Neues)


Hallo allerseits :-)



Also nach langer Zeit gibt es wieder einmal etwas Neues von mir.

Oder dann auch wieder nicht.


Die letzten Wochen sind im Großen und Ganzen relativ Ereignislos verlaufen.

Unter der Woche war immer sehr viel lernen angesagt.

Mittlerweile habe ich dann aber endlich die meisten Prüfungen hinter mich gebracht (5 davon letzte Woche binnen 4 Tagen)

Sodass bis Ende Juli „nur“ mehr 4 Prüfungen sowie eine Projektabgabe am Programm stehen.

Ich freue mich schon darauf endlich wieder durch die Gegend zu reißen und neue Dinge zu entdecken.



Hauptgrund für meine Reisefaulheit im Mai war dass ich jedes Wochenende Gäste hier zu Besuch hatte.

Freunde, Verwandte, Studienkollegen alles wurde abgefertigt



Hat mir sehr gefreut ein paar vertraute Gesichter endlich wieder zu sehen.

Und es war auch super dass (bis auf wenige Ausnahmen) den meisten das Land gut gefallen hat.

Obwohl das Rahmenprogramm dann doch immer ähnlich war (Besuch des Parlaments, Dorfmuseums, Parks, Märkte viel -mehr oder weniger traditionelles- Essen, Abhängen am Doch des Nationaltheaters, Wetter von 30° - garantierter Regen) so gab es auch immer etwas individuelles nettes zu endecken.

z.B. so kam es schon einmal vor, dass man beim Hostel vor verschlossenen Türen stand, eine Leiche begutachten konnte oder das Apartment mit eineigenen Sextouristen teilen durfte.




Letztes Wochenende beschlossen wir dann sogar einen Tagesausflug nach Constanta zu unternehmen.

Constanta liegt ca 200 km östlich von Bucuresti und direkt am Meer.

Dort sieht man einen riesigen Hafen, durchaus mit dem Rotterdammer Hafen gleichzusetzen.

Wir waren aber durchaus eher vom Meer als vom Hafen fasziniert.

Obwohl es dann doch schon eher sehr kühl war wagten sich fast alle zumindest kurz ins Wasser und genossen die Zeit am Strand.


Ansonsten habe ich auf der Uni bei der „Sesiunea de comunicari“ mitgemacht, ein Wettbewerb wo alle Studenten einer Fakultät die Möglichkeit haben ein wissenschaftliches Thema vor einer Jury zu präsentieren.

Mein Kollege und ich gewannen dann auch prompt den 2ten Platz (mit einem Preisgeld von 150 Lei ) für die Behandlung der Taguchi Methode als Werkzeug für die statistische Versuchsplanung.


Zwar ist das Wetter hier sicher besser als zuhause in Österreich aber trotzdem ist es sehr nervig wenn es dann doch jedes Wochenende regnet.

Vor allem fühlt sich so ein Regen bei sonst 30° nicht gerade gut an, dann so ist man innen (vom schwitzen) und auch außen (vom Regen= gleichzeitig Nass.


Ein bisschen Aufbruchstimmung macht sich hier auch schon breit, denn viele Erasmusstudenten die nur für 3 Monate hier waren sind bereits wieder abgereist und auch vom ESN hatten wir bereits die Erasmus Abschiedsparty.




Trotz der anfänglichen Aufbruchsstimmung weiß ich aber immer noch nicht genau wann ich denn wieder zu Hause sein werde.

Ende Juni sind meine Prüfungen vorbei und dann komme ich zaus sobald ich alles gesehen habe was mir noch vorschwebt!


Ich wünsche euch dass Ihr alle bald wieder genügend Sonnenschein habt um den Sommer gebührend einzuläuten.

Würde mich freuen bald mal wieder etwas von euch zu hören (Skype Termine gibt es nach Anfrage ;-) )


Bussal Robert

Mittwoch, 5. Mai 2010

De la cel mai mic sat de mare mare

De la cel mai mic sat de mare mare (vom kleinsten Dorf bis zum großen Meer)

Hallo meine Lieben,

So seit meinem letzten Eintrag ist es nun auch schon etwas länger her, und nunja dafür gibt es einige mehrere Gründe.

Erstens einmal war/ist Ende April, Anfang Mai die Zeit der Zwischenprüfungen und Hausarbeiten und Seminare mehren sich auch. Sprich man könnte glatt meinen ich hätte ein Studentenleben.

Zudem klingt meine Reiselust einfach nicht ab sodass ich wie gehabt fast jedes Wochenende an einem neuen schönen Fleckchen Erde verbringe (aber dazu später)


Gut aber ein wenig chronologisch die Ereignisse seit Ostern:

In der ersten Woche nach Ostern (die hier übrigens keine Ferien hat) habe ich dann einmal die Stadt in Anbetracht des frühlinglichen Erwachens erlebt.
Nachdem die Osterzeit ja sehr im Rahmen von Reisen gestanden ist und auch weil sowohl mein Kontostand als auch meine Motivation zum Reisen in größeren Gruppen zu diesem Zeitpunkt bereits erheblich geschrumpft war, beschloss ich das erste Wochenende nach Ostern in Bukarest zu bleiben und ein wenig Zeit mit all den Menschen hier zu verbringen welche ich mittlerweile lieb gewonnen habe.
Das heißt primär das genießen der Frühlingssonne , das Basketball spielen in einem der reichlichen Parks hier aber natürlich das Nachtleben welches nicht zu kurz kommen durfte.

Außerdem musste ich ja auch ein wenig für die Uni „vor Arbeiten“ denn die nächste Reise war zu diesem Zeitpunkt bereits geplant.

Wie einige ja bereits wissen hat mein Papa mit seinen Kollegen vom Lions Club Bleiburg heuer wieder (wie bereits 2007) ein karitatives Projekt mitorganisiert.
Das heißt im konkreten dass sowohl Kinderkleidung als aber auch Schuhe Spielzeug und Schulsachen gesammelt wurden, welche für arme Kinder in den abgelegenen Dörfern Rumäniens bestimmt waren.
Grandioser Weise wurden dabei so viel an Kleidung gesammelt dass nach dem Sortieren (klein, Mittel, groß, usw..) die Hälfte für ein weiteres Projekt in Moldawien weiterverteilt wurde da unsere Kapazitäten bei weitem nicht ausreichten um hier alles zu verteilen.



Ich hatte bereits vor Monaten für die Unterkunft der Gruppe (von 10 Personen) in Baile Herculane (Herkulesbad) gesorgt.
Eigentlich war ja mein Plan Samstagmorgen Anzureisen und erst am Montag nach zwei „Wandertagen“ in den nahe gelegenen Bergen zur Gruppe zu stoßen.
Jedoch war einerseits das Wetter samstags recht bescheiden und außerdem lag meine Begleitperson erkrankt im Bett, sodass ich dann erst Samstagabend in Baile Herculane Ankam und direkt zur Gruppe stoßen konnte.
Dies erwies sich im Nachhinein auch als äußerst hilfreich, denn ohne Rumänischkenntnisse wäre das ausreden in der Pension (verschließen des Parkplatzes für die Wagen mit der Ware usw…) doch etwas anstrengender gewesen.

Baile Herculane ist einer der wichtigsten Kurorte Rumäniens und bereits 153 in einer römischen Inschrift bezüglich dessen Heilquellen erwähnt.
Auch wenn die einstigen Kunstbauten der Bäder durchaus noch zu erahnen ist verfällt der Ort geradezu und es tut einem richtig weh die schönen alten Gebäude verfallen zu sehen und nebenher ein Kommunistisches Plattenhotel zu erblicken.

Trotzdem ist alleine der Anblick der Berge welche Herkulesbad umgeben sehenswert.
Die Stadt und der nahe Gebirgszug trennt quasi den Banat von Siebenbürgen und ist des Weiteren von etlichen Höhlen umgeben.



Soweit die Fakten:
Also unsere Runde bestand aus 10 Leuten aus verschiedensten Ländern und Kulturkreisen sodass es eine wirklich interessante und durchaus liebenswerte Truppe war.
Von Brigitte einer Deutschen Dame in den 60ern die rein vom Reden her aber locker als 25 durchgehen würde, über Franz der sich gerne zu einem etwas einschlägigen Thema hinreißen ließ, meinen Onkel Hansi dem das ganze manchmal zu unorganisiert ablief , Hans F. dem Organisator der der zu schwerer Stunde dann auch oft ein Gläschen wein der arbeit vorzog bis hin meinen Papa der genau wusste in den Richtigen die Meute anzutreiben.
Alle nicht erwähnten verzeihen mir hier bitte, aber es war einfach ein feiner Haufen der sich im Großen und Ganzen gut ergänzt hat.

Falls sich der ein oder andere jetzt fragt für was die Bewohner eines Kur- und Ferienortes Hilfeleistung aus dem Ausland benötigen, so möge ich es hiermit kurz erklären.
In diesem Teil Rumäniens gibt es abseits von den Hauptverkehrsruten einfach nichts mehr.
Wenn man von Herkulesbad in den Norden Richtung Bergen fährt so gibt es nach ca. 20km nur mehr vereinzelte Häuser und Siedlungen die praktisch mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten sind. Noch schlimmer wird’s wenn man sich von der „Hauptstrasse“ (welche genügend Schlaglöcher besitzt um einen Weltcupslalom aufzustecken) auch nur wenige Kilometer abweicht so findet man Straßen die kaum oder gar nur mit Muli, Esel oder Pferd zu passieren sind. Sowie Menschen die sich Ihre Schuhe aus alten Autoreifen basteln (müssen). Was man aber z.B. nicht findet sind Traktoren hier wird ganz und gar wie bei uns vor etlichen Jahren Mit Pflug und Tier gearbeitet.
In den Schulen gibt es nicht genügend Lehrkräfte sodass die kleinen Kinder Vormittags und die großen Nachmittags den Unterricht besuchen.
Alles in allem eine komplett andere Welt die man einfach erlebt haben muss, denn egal wie gut ich es auch versuche zu beschreiben – man kann sich das nicht vorstellen solange man so etwas selbst nicht erlebt hat.


Trotz alle dem erwecken die Menschen durchaus einen Lebensfrohen Eindruck und man braucht nicht zu glauben dass diese Menschen unglücklich wären, im Gegenteil von solch einer Lebenseinstellung kann man auf jeden Fall so einiges lernen.

Hier im speziellen sind die Menschen nämlich noch viel gastfreundlicher als sonst schon im restlichen Teil des Landes, auch wenn Sie selber nicht viel haben, das teilen sie auf jeden Fall gerne mit einem, selbst dann wenn sie dafür ein Hünchen gegen eine Flasche Schnaps oder wein tauschen müssen.
So wurden wir (und ich im speziellen) am ersten Tag von der Rumänischen Gastfreundschaft erschlagen. Das soll heißen dass wir nicht nur mit Köstlichkeiten wie Käse, Eiern usw. sondern auch mit Hauswein (fast jede rumänische Familie macht in irgendeiner Art und weise ihren Eigenen Wein) und natürlich Tuica und Palinca (dem hiesigen Schnaps) beglückt wurden.
Das endete damit dass ich froh war dann endlich im Bett zu landen um fit für den nächsten Tag zu werden

Am zweiten Tag besuchten wir zuerst eine Schule wo wir das glück hatten eine junge Lehrerin bei ihrem ersten Schultag zu überraschen.
Diese hatte soeben ihre Ausbildung abgeschlossen und war sozial auch sehr engagiert so hatte sie doch während ihres Studiums in Bukarest bereits einige Computer mit Internetanschluss für die Schule organisiert.
Am Weg zurück trafen sich dann alle drei Gruppen (wir waren jeweils mit drei Voll beladenen Wagen unterwegs) zufällig an einer kleinen Gaststätte auf dem Weg.
Gaststätte das bedeutet ein netter Herr der im Campingwagen wohnt und eine Holzhütte (als Gaststube) eine Plane als Überdachung für den Gastgarten sowie einen Grill sein eigen nennt.
Der besagt Herr fischte selber die Fische im nahen Stausee, und auch das Fleisch vom Grill war von seinen eigenen Tieren (Pastrama und Mici , zwei typische Rumänsiche Gerichte) – besser geht’s eigentlich nicht mehr.



Obwohl der Organisator die Befürchtung hatte ob es wohl möglich sei all die Ware an den Mann zu bringen hatten wir nach dem Zweiten Tag bereits den Großteil der Wahre verteilst und nur mehr einen mittleren Wagen voll mit Ladung übrig.
Also entschieden wir uns dafür an diesem Tag zuerst Orsova zu besichtigen. Ähnlich wie Drobeta Turnu Severin liegt auch Orsova direkt an der Donau und ist von einem Nationalpark umgeben. Es ist also wirklich einladend dort ein wenig herum zu wandern und die Landschaft zu erkunden.
Zuerst besuchten wir St.Anna ein malerisches Kloster mit Blick auf die Donau.
Dort konnte ich den Leuten auch ein wenig die Orthodoxen Gepflogenheiten näher bringen, und ich muss sagen desto mehr ich mich damit beschäftige desto mehr gefällt mir die orthodoxe Kirche. Habt ihr z.B. gewusst dass ein Priester nur dann zum Priester geweiht werden kann wenn er verheiratet ist?

Danach konnten wir noch das eiserne Tor bewundern. So heißt der Landstrich entlang der Serbisch – Rumänischen Grenze an der sich die mehre hundert Meter bereite Donau auf wenige Meter verengt. Besonderst an einem schönen Tag eine wundervolle Erfahrung.

Nachdem getane, Urlaub war dann wieder die Arbeit dran und es ging daran den Letzten Wagen los zu werden. Diesmal gelangten wir in ein Dorf voll mit Roma, welche nur aus allen Löchern gekrochen kamen.
Binnen weniger Minuten war die vorherig leere Strasse komplett voll und die Leute rissen uns die Ware fast aus den Händen.
Zum Glück war ich der Sprache mächtig und konnte Sie um etwas Platz und Verständnis bitten da wir nur jenen Kindern etwas geben konnten von denen wir auch Größen und Alter usw. wussten.

Also alles in allem eine tolle Sache, an die ich mich gerne zurückerinnern werde.

Nächsten Tag brach die Truppe dann nach Timisoara auf um ihren verbleibenden Tag noch zu nutzen und ich machte mich wieder auf den Weg nach Bucuresti.

Dort hatte ich dann auch nur einen Tag Zeit anfällige Dinge zu erledigen, dann am Freitag Früh ing es schon wieder weiter nach Vama Veche.

Denn der erste Mai ist hier so ziemlich der wichtigste Feiertag nach Ostern und Weihnachten.
Normalerweise fahren die Familien und älteren Leute ins Gebirge zum Grillen usw, aber die Jugend trifft sich am Meer und macht die Nacht zum Tag.
Von Constanta (der wichtigsten und größten Stadt am schwarzen Meer) südlich bis Vama Veche ist jede Stadt / Dorf von Jungen Menschen überflutet.
Die Hauptattraktion ist aber immer noch Vama Veche, dieses kleine Dorf mit ca 300 Einwohnern ist der Letzte Meereszipfel vor der Bulgarischen Grenze und seit Jahrzehnten als der Platz wo sich Freigeister und Nudisten treffen bekannt,
Am ersten Mai verwandelt sich dieses Dorf dann zum Schauplatz einer Orgie, man hat den Anschein zumindest ganz Bukarest ist da (denn man kann sich sicher sein jeden Bekannten zumindest einmal zu treffen).

Der typische Tagesablauf sieht so aus dass man sich zuerst am Strand begibt um sich zu entspannen m Karten zu spielen oder einfach zu plaudern, dann später was isst um eine gute Unterlage für die darauf kommende Nacht zu haben.
In der Nacht gibt es dann viele Live Konzerte von fast allen bekannten Rumänischen Gruppen. Und das Treiben am Strand hält bis Morgens zum Sonnenaufgang an.
Obwohl das mit dem Essen gar nicht so leicht war denn bereits am Samstag waren sämtliche Supermärkte leer gekauft (außer die scheinbar unendlichen Alkoholvorräte)

Zusammenfassend ein sehr wildes Wochenende, aber ich habe es auch wirklich genossen.
Zum Glück war ich mit meinen Rumänischen Freunden, Maria, Ileana, Sibi, Mihai , Delia und einigen anderen dort, denn die anderen Erasmusstudenten waren zusammen unterwegs jedoch wirklich nur auf das vernichten von möglichst viel Alkohol in möglichst kurzer Zeit aus.
Sodass einer der Franzosen , Ron, sogar nackt am Strand übernachtete weil er keinen der anderen mehr fand. Aufgewacht ist er auch nur weil er einen Sonnenbrand hatte und auf dem Weg zurück wurde er dann auch von Soldaten aufgehaltne weil er sich mittlerweile schon auf Bulgarischem Terrain befand.



Also das waren so im groben mein Erlebnisse der letzten Zeit.
Ich freue mich schon auf nächsten Monat wenn mich jedes Wochenende einige Leute besuchen kommen.
Ich hoffe euch wird Rumänien genauso gut gefallen wie mir.

Ich wünsche allen zu Hause eine schöne Frühlingszeit viel Erfolg bei Prüfungen und Arbeit und Halbzeit hätte ich hiermit ca. geschafft!!!

Montag, 12. April 2010

Turneul de Pasti



Turneul de Pasti – (Meine Osterreise)

Hey alle zusammen.

Ich hoffe ihr hattet eine schöne Osterzeit und seid nicht vor lauter Essen explodiert (bei mir war’s auf jeden Fall knapp davor)

Also ich habe Ostern in Bukarest verbracht und bin dann am Dienstagmorgen für eine Woche auf Reisen gegangen (Craiova, Rimnicu Valcea und Brasov)

Es war auf jeden Fall sehr schön Ostern einmal ein bisschen anders zu erleben und neue Bräuche zu erleben. Auch wenn ich die Heimat das erste Mal so richtig vermisst hab.


Also grundlegend ist das Orthodoxe Ostern ja nicht so verschieden von der Art wie wir es feiern. (Und heuer sogar zum selben Zeitpunkt gefeiert)

In den Tagen vor Ostern gibt es genauso (theoretisch) eine Fastenzeit. Zumindest in der letzten Woche der Fastenzeit (so genanntem Post) wird dass dann auch ernst genommen, dass heißt fast jedes Restaurant und Supermarkt hat eine eigene Sektion für vegane Produkte und Speisen. Am Karfreitag gibt es dann den so genannten Post negru (Schwarzen Fasttag) wo nichts (auch kein Wasser) deinen Mund berühren sollte.

Anders als bei uns (zumindest zuhause in Kärnten) wo die wichtigsten Osterbräuche am Samstag stattfinden ist Karsamstag hier ein ganz normaler Fasttag. Dafür wird Dienstag nach Ostern auch noch zur Osterzeit gezählt.

Wie auch immer soweit die Theorie.

Da das Wetter am Osterwochenende wirklich toll war habe ich viel Zeit damit verbracht die Sonne zu genießen und in Parks mein Unwesen zu treiben (Die Parks in Bucaresti sind echt toll und man kann locker eine Menge Zeit hier verbringen)

Außerdem habe ich meinem Zimmerkollegen die Stadt ein wenig zeigen können.


Ja richtig gelesen seit der Woche vor Ostern habe ich einen Zimmerkollegen.

Er ist ein Doktorand aus Leoben (Kunstofftechnik) und ist im Zuge von wissenschaftlichen Experimenten für drei Monate hier in Bukarest.

Bevor ich das Vergnügen hatte ihn kennen zu lernen war ich nicht sonderlich begeistert darüber einen Österreichischen Zimmerkollegen zu bekommen. Immerhin bin ich hier um meine Sprachskills zu verbessern und außerdem geht jede Menge Privatsphäre verloren wenn man beim Skypen jedes Wort verstehen kann.

Also wollte ich mit einem der Franzosen Zimmer tauschen im die Sache etwas durchzumischen, aber die wollten (natürlich) lieber unter sich bleiben.

So im Nachhinein ist alles halb so schlimm Michael (so sein Name) ist echt super nett, kommt aus Ried im Innkreis und ist echt eine unkomplizierte und entspannte Person.

Dass macht das zusammenleben sehr einfach und da wir beide sowieso nicht sehr viel zu Hause sind hat bisher alles bestens geklappt,

Am Samstag war ich dann bei Maria zu Hause eingeladen da sie sturmfrei hatte.

Zuerst haben wir am Nachmittag einmal einen Reindling gebacken und hatten eine Kärntner Osterjausen mit Schinken und Motschka (Kren mit Essig und Eiern).

Später sind dann noch mehr Freunde dazugestoßen und wir hatten einen schönen Abend.


Gegen Mitternacht machten wir uns dann auf in die Stadt und haben kurz an einer Kirche haltgemacht um den Osterlichen Geist aufzusaugen.

Das ist in Bucaresti wirklich beeindruckend, denn fast jeder geht um Mitternacht in die Kirche um das Osterlicht zu erhaltne und es nach Hause zu bringen.

Man sieht also tausende Menschen mit Kerzen und Lichtern durch die Straßen laufen und man fühlt sich einfach wunderbar umgeben von all dieser Energie und Freundlichkeit.

Am Sonntag und Sonntag war ich dann auch noch bei weiteren Freunden eingeladen um Ostern mit ihnen (und ihren Familien) zu feiern.

Das war wirklich schön, vor allem Montagabend die Party bei Bogdan wo ich viele nette Leute kenne lernen durfte und auch einiges an Kulinarischen Erkenntnissen Reicher geworden bin.

Zu Ostern gibt es zwei typische Süßspeisen – Cozonac (das ist eine Ort Stollen mit Nüssen, Rosinen, kandierten Früchten, manchmal Marmelade oder Schokolade und was immer ihnen noch einfällt hinein zu tun.) und Pasca (so eine art Topfentorte).

Neben den süßen Köstlichkeiten essen sie natürlich das traditionelle Osterlamm, das heißt im konkreten es gibt zig verschiedene Lamm Gerichte e mit denen man sich den Bauch voll stopfen kann. Dazu isst man natürlich Salata de Beouf (eine Art Mayonese Salat) und verschiedene Sorten von Käse und Gemüse.

Besonders zu erwähnen sei auch pepene murat, eingelegt Melone die ähnlich wie Essiggurken schmecken und auch zum Osteressen gereicht werden.


Eiersuche gibt es zwar keine aber trotzdem haben sie (jede Menge) gefärbte Eier die vor jedem Essen gepeckt werden.

Zu dem gibt es einen Spruch „Hristos a inviat“ – Christus ist erstanden , mit der darauf folgenden Antwort „Adovarat a inviat“ – Wahr , er ist erstanden“.

Diesen Spruch sagt man nicht nur bevor man die Eier isst sondern er ersetzt über die ganze Osterzeit hinweg den Willkommensgruß anstelle von Hallo oder Guten Tag.

So aber jetzt genug vom Essen sonst läufts ihr mir ja alle weg zum Kühlschrank.

Am Dienstag (bei schwere Regen) machte ich mich dann mit dem Zug auf den Weg nach Craiova.

Craiova (was soviel wie Königsstadt aus dem slawischen bedeutet) ist eine sehr südliche Stadt und die wichtigste Stadt der kleinen Walachei.

Obwohl Sie mit fast 300.000 Einwohnern alles andere als klein ist, ist sie außer für die nationale Industrie nicht sonderlich bedeutend und hat für Touristen nur wenige Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Nichts desto weniger ist es eine nette Stadt wo man bereits einen leichten orientalischen Einfluss in der Architektur erahnen kann.


Vor allem zu erwähnen ist das Kunstmuseum welches unter dem Einfluss des berühmtesten Rumänischen Bildhauers Constantin Brâncuşi steht sowie der Botanischen Garten bzw den Romanescu Park.

Dieser 90 Hektar große Park gewann auf der Weltausstellung 1900 (in Paris) die Goldmedaille und ist zu Recht einer der imposantesten Grünflächen die Europa zu bieten hat.



Mit der Unterkunft in Craiva gab es dann einige Problemchen.

Ursprünglich war der plan bei einem Couchsurfer zu übernachten. Dieser schrieb mir per e-mail er sei über Tag zwar nicht in der Stadt aber am Abend werde er sich melden um sich mit mir zu treffen.

Gut dem war dann leider aber nicht so und unter der Nummer die ich von ihm hatte meldete sich auch niemand.

Das (einzige) Hostel in Craiova , dessen Adresse ich mir vorher im Internet herausgesucht hatte war wegen der Osterfeiertage kurioserweise ebenfalls geschlossen sodass ich vom Regen durchnässt schließlich aufgab und mir in der nähe des Stadtzentrums für 130 Lei (ca 30Euro) dann ein Hotelzimmer nahm.


Am nächsten Tag war das Wetter dann besser und ich hatte noch Gelegenheit mir die innere Stadt von Craiova anzusehen bevor ich dann am Nachmittag nach Rimnicu Valcea aufgebrochen bin.

Zugfahrt war dann auch verrückt denn mitten auf der Strecke stieg ein Pärchen mit Kind und Huhn und (lebendigen) Lamm ein und setzten sich zu uns ins Abteil, was eine ältere Dame furchtbar aufregte und die ganze Fahrt über fluchen ließ J

Rimnicu Valcea ist eine kleinere Stadt (120.000 Einwohner) und liegt an einer der wichtigsten Verkehrslinien des Landes. Darum lebt es auch von seiner starken Industrie sowie den nahe liegenden Kurquellen die ein beliebtes Ziel für den nationalen Tourismus sind.

Dort war ich auf jeden Fall bei einer Freundin eingeladen zwei Tage bei ihr und ihrer Familie zu verbringen.

Der Aufenthalt war sehr schön, vor allem weil ich viel vom „rumänischen Leben“ mitbekommen und auch gezwungen war endlich einmal ausschließlich rumänisch mit ihren Eltern zu sprechen.

Darauf bin ich dann sogar ein bisschen stolz dass das so gut geklappt hat.



Neben dem Besuch der Heilquellen, einem nahem Hügel zum wandern und einem Kloster wo mir die orthodoxen Bräche etwas näher gebracht wurden (z.b. Das entzünden von Kerzen für Lebendige und verstorbene in jeder Kirche), war das Wochenende vor allem von einem einzigen niemals endlichen Festmahl geprägt und ich war froh als ich dann endlich im Bus nach Brasov saß und nicht mehr essen musste.

Jaja die Rumänen sind wirklich sehr Gastfreundlich J


Obwohl die Strecke von Valcea anch Brasov keine 200km ausmacht benötigte der Bus auf den Bergstraßen und zwischen den kleinen Dörfen über sechs Stunden bis wir dann endlich in Brasov angekommen sind.

In Brasov bin ich dann direkt zu einer Gruppe von Erasmusstudenten aus Bukarest gestoßen die für dieses Wochenende einen Trip nach Brasov geplant hatten.

Brasov (Kronstadt) ist wohl die wichtigste Tourismus Stadt Rumäniens.

Nicht zu unrecht ist Brasov doch sowohl für das Land selber eines der Angelpunkte der Wirtschaft als auch an sich eine beeindruckende Gegend mitten in den Bergen.


Wirklich toll ist das die Altstadt als solche erhalten geblieben ist und sich das neue Zentrum separat entwickelt hat sodass man eigentlich zwei Städte in einer Stadt vor sich hat.

Zur Stadt selber will ich gar nicht so viel sagen, nur soviel dass man Sie auf jeden Fall einmal gesehen haben sollte.


Die Zeit mit der Erasmusgruppe war dann natürlich sehr verrückt und intensiv wie man sich vorstellen kann.

Da die beiden Organisatoren ursprünglich aus Brasov kamen konnten sie uns die schönsten (touristischen aber auch weniger touristischen) Flecken der Stadt zeigen sowie tolle Restaurants und Bars zeigen.

Lore’s Vater war auch total begeistert von mir denn immerhin gelang es mir mehr Scharfe Paprika zur Suppe zu essen (ja das ist üblich hier) als er ;-)

Fast klar war dass wir uns auch das Draculaschloss im nahen Bran (ca. 20 km entfernt) angesehen haben.

Leider ist das Schloss außer touristisch nicht sonderlich besonders. (und hat kaum Verbindung zum wahren Graf Dracula)



Wie auch immer das Beste an diesem Trip war das Essen danach als wir in einem nahen Bauernhaus von den Eltern einer Studienkollegin deiner der Organisatorinnen bekocht wurden. Neben Traditioneller Küche und gab es auch wunderbaren hausgemachten Käse.

Von letzterem war ich so begeistert dass ich gleich einen Kilo (für umgerechnet nicht einmal 2 Euro) kaufen musste. Das freute den Vater des Hauses so, dass er mir zusätzlich noch eine (Cola) Flasche Hauswein mit auf den Weg gab.

Das einzige was nicht soo toll war, war das fortgehen am Abend.

Am ersten Abend mussten wir ewig warten bis die Mädels(und Jungs) endlich fertig waren.

Ich hatte das vergnügen mein Zimmer mit vier Franzosen zu teilen welche sich natürlich nicht dazu ermuntern ließen englisch mit mir zu sprechen.

Da ich nach einer Stunde warten und quasi nix verstehen gelangweilt war beschloss ich mich kurz auf mein bett zu legen und zu warten.

Das nächste an das ich mich erinner ist dass ich um 5 in der früh aufwach, denn meine netten Zimmerkollegen hielten es nicht für nötig mich aufzuwecken als die dann endlich losgingen.

Und sie erzählten sogar den anderen ich würde lieber schlafen als mitzukommen

Am zweiten Abend war es dann zwar besser und wir hatten einen total lustigen Abend einfach zusammensitzend trinkend und uns unterhaltend usw. aber um ca. 2 Uhr früh entschieden die Leute doch noch in einen Club zu gehen. Welcher sich als totaler Proleten Club mit zusätzlich Eintritt herausstellte. Naja für uns war es dann eher lustig wie aufgetakelt manche Menschen herumlaufen aber die Musik war eher bescheiden.

Aber das ist eben das Problem wenn man mit so vielen Leuten unterwegs ist, Die Masse ist numal träge und nur schwer zu Bewegen man muss immer warten und oft ist es wegen der Sprachbarriere dann auch schwer Kompromisse zu finden.




Wie auch immer es war eine total schöne Woche.

Und so wird es wohl auch weiter gehen denn meine Pläne weniger zu Reisen kann ich mir aufgrund der reichhaltigen Möglichkeiten dann wohl eher in die Haare schmieren.

Aber dass ist schon gut so.

Ich würde mich freuen zu erfahren was ihr so getrieben habt über Ostern und freue mich schon einige nächsten Monat hier begrüßen zu dürfen.

Bis bald,

Bussis und liebe Grüße!!


Montag, 29. März 2010

Spontana pana la Budapesta

Spontana pana la Budapesta (Spontan nach Budapest)

….. und zurück



Also die letzten beiden Wochen waren sehr Ereignisreich, und weil ich momentan etwas gestresst bin (man kann es kaum glauben aber früher oder später muss auch ich etwas für die Uni tun)

Darum gibt’s diesmal nur einen kurzen Überblick über die letzten beiden Wochen.

Also ursprünglich wollten wir uns letztes Wochenende mit Stefanie auf den Weg nach Bistrita machen um eine Freundin zu besuchen die dort ein Praktikum in einem kleinen Dorf macht.
Dazu ist es dann leider nicht gekommen denn Britta wurde im letzten Moment krank.
Also haben wir spontan beschlossen nach Budapest zu trampen.

Also macht ich mich auf den Weg nach Timisoara (mit dem Zug), dabei gab es ein Proble mit dem Zug und wir mussten mit dem Bus nach Drobeta- Turnu Severin und dort auf den nächsten zug nach Timisoara warten.
Das war kein Problem denn das liegt direkt am eisernen Tor (dem Ursprung der Donau) wo es einfach eine Augenweide ist die Landschaft anzusehen.

Nach einer verrückten Nacht in Timisoara (Stefanie + Agata ihre Mitbewohnerin bekamen unangekündigten Besuch sodass wir kurzeitig 6 Leute in einem 8 qm Zimmer waren)
Machten wir uns dann auf ein Auto zu stoppen und nach Budapest zu trampen.

Das ging dann auch schneller als ich erwartet hatte (das war mein erster Autostop darum war ich etwas skeptisch). Zuerst nahm uns ein verrückt Kleinbus mit der bis nahe der Ungarischen Grenze gefahren ist und alle möglichen Zwischenstopps eingelegt hat um das ein oder andere zu erledigen..
Von dort ließ uns dann ein älterer Herr auf der lustigerweise ein ehemaliger Rumäne war der 1980 in die USA ausgewandert ist und nun aber für eine österreichische Firma amerikanische Gebrauchtwagen von Amsterdam in den Osten exportiert.
Mit ihm hatten wir (oder eher ich um genau zu sein) einige intensive Gespräche über das amerikanische, sozialistische und kommunistische Weltbild usw.

Der nette Herr war davon so begeistert dass er uns fast überall hingebracht hätte auf dieser Welt (er bot uns sogar an uns ein stück nach Budapest reinzufahren)
Da er aber nach Wien weite musste und wir ihm keine Umstände machen wollten, überredeten wir ihn uns an einem Einkaufscenter am Rande der Stadt auszusetzen.

Von dort aus dachten wir, wir wären gleich im Zentrum. Dachten wir. Aber es sollte anders kommen …..
Fünf Stunden später waren wir dann tatsächlich bei Verenas Wohnung. (Verena ist eine nette Deutsche die Stefanie im Zug kenne gelernt hat und bei der wir vorhatten zumindest die erste Nacht zu verbringen)
Was in dieser Zeit tatsächlich passiert ist soll niemals an die Öffentlichkeit kommen.



An dieser Stelle noch einmal vielen vielen Dank an Verena (ich weiß ned ob du das vielleicht ließt). Es war einfach toll bei ihr zu wohnen. Und wir dürften ihr auch nicht auf den Nerv gegangen sein denn wir konnten unseren ganzen Aufenthalt bei ihr bleiben und sie ließ sich sogar auf Nachdruck von uns dazu überreden nicht allzu viel für die Uni zu tun (ACHTUNG Sarkasmus!!!)



Jedenfalls hatte ich eine wunderbare Zeit in Budapest.
Die Spontaneität gab der Reise einfach das gewisse Extra, das Wetter war wunderbar und wenn du so eine Zeit auch noch mit besonderen Menschen teilen kannst macht es einfach Spaß zu leben.


Es hat mir sogar so gut gefallen dass ich beschlossen habe Dienstag die Uni ausfallen zu lassen und erst Mittwoch früh zurück zu sein.

Wir erkundeten die nettesten Plätze von Budapest und dass sind nicht nur die netten Straßen Gebäude und Plätze die mich so sehr an Wien erinnert haben und fast nostalgisch werden ließen sonder vor allem auch die netten Kneipen und Cafes in der Stadt.
Da gibt es z.b. ein Teehaus wo du durch einen Schrank schreiten kannst um in der Gemütlichsten Atmosphäre deinen Tee zu genießen.
Auch die Oper (wo wir uns ´den Rosenkavalier von Strauß zu leibe zogen) erinnert an die große Schwester aus Wien.



An meinem letzten Abend nahm ns Verena dann zu einer Kulturveranstaltung von einer Ungarischen Sprachschule mit, wo wir ein bisschen Ungarisch lernen (eine herzige Sprache), ungarische Lieder sangen und Tänze tanzten, außerdem gab es einen Dokumentarfilm mit anschließender Diskussion mit dem Macher des Films sowie ein leckeres Buffet 

Meine Rückfahrt war dann auch sehr spannend denn ich wusste lange nicht genau wann ich fahren kann (dann die Ungarische und die österreichische Bahnseite weißen verschiedene Zeiten auf – und die rumänische zeigt keine internationalen Züge an)
Also ab zum Bahnhof wo die nette Dame an der Info auch auf der deutschen Bahnseite nachsieht und mir einen Zug nennt den ich im Endeffekt nicht nehmen kann weil der nur im Sommer für die Touristen fährt.
Na, verwirrt? Ja ich auch.

Wie auch immer ich bin nun wieder hier in Bucuresti und habe bereits meine erste Prüfung hinter mich gebracht und die ersten echten Frühlingstage mit über 25 Grad genossen.

Dieses Wochenende musste ich dann erstmals echt ein wenig was für die Uni schreiben, aber nichts desto weniger war genug Zeit da Party zu machen und z.B. Samstag in der Oper ein Shortfilm Festival das von dem Opern Orchester untermalt wurde zu besuchen.
http://www.youtube.com/watch?v=uy0HNWto0UY

Überhaupt ist Bukarest gleich doppelt so schön wenn auch noch die Sonne scheint.
Eigentlich wollten mich von Sonntag – Mittwoch zwei Freunde vom Sprachkurs in Wien besuchen kommen, aber da Ihr Auto im letzten Moment den Geist aufgegeben hat wurde daraus dann doch nix, desto mehr habe ich mich gefreut dass ich Heute Pia-Maria getroffen habe und ein wenig Rumänien Erkenntnisse austauschen konnte.

So nun habe ich doch ein bisschen mehr geschrieben als ich eigentlich wollte.

Also wünsche euch alle schöne Osterferien, Feiertage, was auch immer ihr tut.

Bis bald.

P.s. Vermisse euch schon ein wenig ;-)

Montag, 15. März 2010

Sibiu si Sighisoara





Sibiu si Sighisoara

Hallo alle zusammen,

Erstmals vielen Dank für alle die aufmunternden Worte als es mir nicht soo gut gegangen ist.




Mittlerweile ist wieder alles wunderbar. Meine Gesundheit und gute Laune wird momentan nur mehr vom guten Wetter getoppt. Denn mittlerweile hat auch der Frühling endlich seinen Weg nach Rumänien gefunden und ich hoffe inständig dass es auch weiterhin so bleiben wird.

Letzte Uni Woche war sehr kurz. Denn Donnerstag sind alle Kurse ausgefallen und daher musste ich nur Dienstag und Mittwoch auf die Uni.

Was tut man also als Erasmus Student ten wenn man so viel Zeit hat? (dass man es nichtmal mit feiern ausfüllen kann)

Genau richtig, man packt seine Sachen und bereist das Lande.

In dem Fall war das Ziel Sibiu (Hermannstadt) und Sighisoara (Schäßburg).

Angereist bin ich diesmal alleine, allerdings traffen wir uns in Sibiu mit Stefanie (die ich schon aus Timisoara kannte) und einigen Freunden von ihr, welche sie gerade besuchen waren.



In Sibiu waren wir dann in einem kleinen (aber sehr sehr feinen) Hostel untergebracht. Ursprünglich wollten wir eigentlich bei einem Couchsurfer unterkommen, welcher uns jedoch spontan abgesagt hat, und so mussten wir improvisieren was allerdings gar nicht so einfach war. Denn zufällig war auch eine Gruppe von weiteren Erasmus Studenten aus Bukarest gerade zu dem Wochenende in Sibiu sodass die bekanntesten Jugendherbergen bereits ausgebucht waren,

Im Endeffekt war es aber ein Glück denn unser Hostel war wirklich sehr gemütlich und das Mädl welches den Laden im warsten Sinne des Wortes schmiß war total herzig und half uns bei allem Möglichen von einkaufen (legga schmegga Kartoffelbrot) bis zum fortgehen und bei der Lokalwahl einfach super.

Zur Stadt an sich: Sibiu ist eine sehr beeindruckende wirklich schöne Stadt. War 2007 Kulturhauptstadt und im Zuge dessen ist die Stadt weitgehend sehr modern und überall renoviert. Leider oft auch überrenoviert und teilweise geht schon ein Stück vom alten flair dadurch verloren,

Als ganzes wirkt es oft auch etwas künstlich denn in der Stadt gibt es kaum Roma, keine wilden Hunde, nur einen kleinen Markt und ganz wenige Mini Markets im Zentrum. Mann könnte fast meinen man befinde sich gar nicht in Rumänien.



Trotzdem macht es einfach Spaß durch die Stadt zu schlendern und bei Gott es gibt genug zu entdecken und anzusehen- eine echte Kulturstadt eben.

Zum Frühstück bereiteten wir ein wahrliches Festmahl um den drei Freunden von Stefanie die kulinarischen Genüsse des Landes näher zu bringen. Mhh so macht das Leben Spass….

Am Sonntag wollten wir dann früh (um 8 Uhr) aufstehen und ins nahe Sigishoara trampen.

Nur fand bei uns im Hostel Samstagabend eine große Party statt sodass wir erst um 4 Uhr ins Bett kamen. Also entschieden Torben und Ich, um 8 in der Früh als der Wecker abging, bei einem tiefgründigen Gespräch, nach abwiegen der Vor und Nachteile, dass ein wenig schlaf doch gut wäre und wir auch den späteren Zug nehmen könnten.

Hier übrigends das Gespräch im Sinnlaut „Hey es ist 8, wir sollten aufstehen“ – „ Ja aber schlafen wär auch noch geil“ –„Ja passt mach ma!!!“

In Sighisoara hatten wir dann nur einen Tag Zeit da wir Abends (gegen Mitternacht) wieder mit den Zug nach Hause fahren wollten.


Der historische Kern der Stadt ist fast komplett erhalten und zählt seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Man hat wirklich den Eindruck das Leben sei dort vor dem Kommunismus stehen geblieben. Wenn mich jemadn fragen würde wie Rumänien aussieht. Genau so – das ist Rumänien ungeschminkt und direkt.



Aber das reicht auch aus denn Schäßburg ist wirklich nicht groß, dafür aber herrlich schön.

Es mag vielleicht nicht jedem auf Anhieb gefallen aber ich fand es beeindruckend. (und anch Cluj die bisher zweitschönste Stadt hier in Rumänien)

Man beachte die blaue Farbe des Kirchentors, die ist deswegen erwähnenswert weil das "geheime" Rezept für diese Farbe verschollen ist und deshalb nciht mehr nachgefertigt werdne kan und einzigartig ist.





Sehr interessant ist hier auch der Friedhof, wo es die deutsche Minderheit sehr stark vertreten ist, allerdings sieht man überall auch Obelsikartige Grabsteine welche mir in dieser Form noch nirgends anders aufgefallen wären.



Sighisoara ist übrigends die Geburtsstätte von Vlad Tepes, (Vlad der Pfäler) besser bekannt als Dracula.


So das war in kurzem mein Wochenendlicher Trip, aber ich will euch gar nicht weiter langweilen, seht euch die Fotos an oder besser kommt einfach her ;-)

Bis bald

Robert