Sonntag, 11. Juli 2010
Mesajul final
So langsam aber sicher geht es hier dem Ende zu.
Am Montag (dem 12ten) kommen mich meine Eltern, und mein Bruder besuchen und nehmen mich mit Sack und Pack mit nach Hause.
Noch kann ich es eigentlich gar nicht begreifen wie schnell alles vergangen ist und dass es nur mehr wenige Tage sind bis ich denn dann wieder daheim sein werde.
Aber nun mal im Überblick die Ereignisse der letzten Wochen.
Meine Prüfungen habe ich alle erfolgreich hinter mich gebracht - sieben mal Note „10“ und zweimal „9“ (von 10).
Also damit mein Plansoll eigentlich bei weitem übertroffen.
Wobei das Niveau wirklich sehr stark schwankt von wirklich anspruchsvoll (z.B. Elektronik, Angewandte Betriebswirtschaftslehre) bis zu lächerlich einfach hatte ich alles dabei.
Weiters habe ich (zusammen mit vielen anderen Ausländischen Studenten) ein Inteview für eine etablierte hiesigen Zeitung gegeben.
http://www.evz.ro/detalii/stiri/strainii-care-vor-sa-devina-ingineri-made-in-romania-900187.html
Für alle die leitder dem Rumänischen nicht mächtig sind:
Ich erkläre kurz den Unterschied zwischen den Universitäten hier und zu Hause, und erzähle wie es mir so gefällt.
Lustiges Detail am Rande: von der Journalistin werde ich als blonder, blauäugiger Österreicher vorgestellt ;-)
Naja fast immerhin.
Nachdem die Prüfungen mehr oder weniger in Dach und Fach waren, hatte ich endlich wieder Zeit mir noch einiges anzusehen und herumzureißen.
Noch während der Prüfungszeit machte ich mich mit Lore auf dem Weg um Sinaia zu Besuchen.
Sinaia ist eines der beliebtesten Tourismus Gebiete in Rumänien, einerseits fungiert es als Schigebiet im Winter als auch als Wander-Ort im Sommer.
Und durchaus zu Recht wird es als eines der schönsten Plätze Rumäniens betrachtet.
Einerseits gibt es hier die Sommerresidenz des Königs: Schloß „Peles“ und dieses ist wahrlich beeindruckend.
Hier findet man wunderbar eingerichtete Räume in den verschiedensten Stylen und Dekorationen denkbar.
Außerdem war es das erste Schloß welches zur Gänze elektronisch mit Strom versorgt wurde.
Weiters verbrachten wir einen Tag in den angrenzenden Bergen zu wandern, und nachdem ich die Berge mittlerweile nun schon wirklich vermißt habe war das ein willkommener Segen für mich.
Alles in allem ein wunderbares Wochenende welches mir dann die Kraft für die letzen paar Prüfungen gegeben hat.
Als nächstes Stand dann ein kleiner Bulgarien Trip am Programm.
Zusammen mit einer deutschen Erasmus Kollegin Diana, machten wir uns zunächst auf nach Sofia.
Erster Eindruck: Durchaus typische Balkan Stadt, allerdings bei weitem nicht so grau und verbaut wie z.B. Bukarest (aber auch dreimal so klein)
Und erstaunlicherweise (und zum Unglauben der meisten Rumänen) ist das Preisniveau hier genau dasselbe als in Rumänien.
Für uns war es am Anfang mal ganz schön schwer uns zurecht zu finden, denn nicht nur die Sprache war ein gewisses Hindernis, sondern auch die kyrillische Schrift bereitete uns einige Mühe. Zum Glück war Diana sehr bemüht das Geheimnis der Schrift so schnell als möglich zu meistern.
Also versuchten wir erstmals die Straßenbahn Nr.14 zu finden die uns nach 5 Stops zu unserem Hostel bringen sollte. Aber natürlich Nr.14 gab es nicht mehr und wurde durch Nr.12 und 18 ersetzt.
Also auf gut Glück 5 Stationen mit der 18 gefahren um dann auf das Hostel zu stoßen welches natürlich geschlossen war und uns ein anderes Hostel empfahl.
Dort angekommen wurden wir erstmal vom Hausgeist empfangen (eine Dame sie zum Inventar des Hostels gehören dürfte und welche meines Gefühles nach seit Monaten nicht mehr geschlafen haben dürfte und sich mit einer Portion von 3-4 Kaffe stündlich wachhält)
Wie auch immer, Sofia ist eine sehr nette Stadt die vor allem (wie ganz Bulgarien) mit seiner Küche zu Überzeugen weiß. Die Speisekarten quirlen in der Regel übe rmit verschiedenen Salat Variationen, Käsegerichten, regionalen Spezialitäten, verschiedensten Fischspeisen usw. (etwas was man aus Rumänien nicht unbedingt gewohnt ist)
Übrigens trinkt man den üblichen Rakia (Schnaps ähnlich dem Griechischen/Türkischen Raki) NUR vor dem essen, die Kellner wollten uns beinahe keinen nach dem essen verkaufen weil sie so geschockt von unserem vorhaben waren.
Außerdem ist Bulgarien für sein Joghurt bekannt und beansprucht die Erfindung des Joghurts für sich. (Hierzu findet man etliche Nachspeisen mit Joghurt, Joghurtsalate, Suppen etc. auf den Speisekarten)
Am zweiten Tag reisten wir dann in das Rila Gebirge um uns das dortige Kloster anzusehen.
Das Kloster an sich ist wirklich beeindruckend, aber fast interessanter war die art undWeise wie wir dorthin gekommen sind.
Denn eines vorweg, Transport im Großen im Ganzen ist in Bulgarien noch einmal eine Spur verrückter als in Rumänien.
Da wir die Straßenbahn Stationen nur umständlich entziffern konnten, verpaßten wir unseren Stopp natürlich und verpaßten so unseren Bus um 2 Minuten.
Aber aufgegeben wird so schnell nicht. Mit einem englischen Pärchen als Verstärkung (welches den Bus ebenfalls nicht erwischen konnte) machten wir uns mit dem Minibus auf den Weg Richtung Rilagebirge.
Nach etlichen umsteigen, und Verständnisproblemen mit dem Busfahrern schafften wir es dann den ursprünglichen Bus einzuholen und so gelangen wir dann doch irgendwie ans Ziel.
Nach also zwei Tagen in Sofia + Umgebung, machten wir uns am nächsten Morgen auf in Richtung Plovdiv.
Plovdiv ist nicht nur zweitgrößte Stadt Bulgariens sondern auch eine der ältesten Europäischen Städte überhaupt (mit über achttausend Jahren Geschichte).
Die dortige Altstadt ist wirklich beeindruckend, malerisch schön, und außerdem weit mehr touristisch als alles was man aus Rumänien gewohnt ist.
Nächsten Tag ging es dann ab nach Veliko Tarnovo.
Veliko Tarnovo ist wirklich beeindruckend. Als alte Hauptstadt des Bulgarischen Reiches (damals als das bulgarische Reich neben den Römern und Persern noch das drittgrößte Reich der Welt war).
Leider ist es hier fast schon zu touristisch mit etlichen Souvenirständen und Touristenabzocken,
Aber etwas abseits des Mainstreams gibt es hier die schönsten Ecken zu entdecken (ui das Reimt sich )
Total toll ist dass man hier wirklich noch die Aufteilung „Burg – Oberstadt – Unterstadt“ erahnen kann, wie es heute in den wenigsten Städten überhaupt noch möglich ist.
Man fühlt sich wirklich fast wie in einem Ritter Film oder Computer Spiel.
Leider war es dann aber auch schon wieder an der Zeit mit dem Nachtzug nach Bukarest zurückzukehren. Auf dem Weg dorthin ereigneten sich dann allerdings noch so einige Zwischenfälle.
Da Veliko Tarnovo etwas abgelegen in den Bergen liegt, mußten wir erstmals den Zug für ca. eine halbe Stunde nehmen um an die Hauptverkehrsstrecke mit dem Nachtzug zu gelangen.
Wir fragten zwar extra im Resiebüro (wo man die internationalen Tickets beziehen mußte) welcher Bus zum Bahnhof fährt.
Aber dieser Bus ließ einerseits ewig auf sich warten und andererseits (und viel wichtiger) brachte er uns nicht zum Bahnhof.
Als ich dem Busfahrer zu erklären versuchte wir müßten zum Bahnhof labberte er irgendwas von „10“. Allerdings habe ich bis heute keine Ahnung ob er damit meinte wir sollen zehn Minuten warten, zehn Minuten zu Fuß laufen oder Bus Nr.10 nehmen.
Wie auch immer, da wir nur mehr 15 Minuten hatten schlug ich vor ein Taxi zu nehmen.
Doch bei dem Wort Taxi wurde er Spitzhörig schloß die Türen des Busses und fuhr wie vom Teufel geritten fort (mit uns als einzige Passagiere).
Der Bus passierte einige Wegchen die sicher nicht auf seiner Route lagen um schlußendliche auf einer Straße querzustellen um ein Taxi am weiterfahren zu hindern und es uns zu ermöglichen einzusteigen.
Aber damit den Verrücktheiten noch lange nicht genug.
Auf der Zugstrecke blieb der Zug (in dem wir quasi die einzigen Passagiere waren) plötzlich auf der Strecke stehen und die Chauffeurin Stieg aus um ihre Jause zu essen.
Als ich dann zu ihr kam um sie zu fragen ob es eh kein Problem gebe weil wir ja den Nachtzug erwischen müssen, da fiel ihr offenbar auf, dass sie Ja doch noch Passagiere hatte, packte Ihre Jause wieder ein, lief zum Zugführer und wenige Sekunden später fuhr der Zug wieder weiter.
Danach gab es nur wenig Zeit in Bukarest denn die nächste Reise kam bestimmt.
In diesem Fall begleiteten wir (eine Gruppe aus 3 Franzosen und mir) eine rumänische Freundin in ihre Heimatstadt Iasi, wo wir uns von ihr herumführen und verköstigen ließen.
Iasi ist Hauptstadt des Rumämischen Teils von Moldawien, und als kulturelles Zentrum von Rumänien bekannt, viele wichtige Geister lebten und schafften dort, außerdem ist eine der wichtigsten Universitäten dort beheimatet.
Naja im Großen und Ganzen waren diese Tage eher von Party als von Kultur geprägt,
Aber das gehört nun mal auch zum Erasmus leben, und außerdem sind die meisten wichtigen Gebäude in Iasi sowieso gerade in Renovierung und die Stadt glänzt eher durch die reichliche Auswahl an Studentenfreundlichen Pups und Bars.
Lustig war vor allem das bei unserer Stadtführerin die rumänische Sturheit dann doch manchmal überhand nahm und Sie natürlich immer Recht hatte, auch wenn Museumsschild, Reiseführer oder Internet etwas anderes behaupteten.
Überhaupt war Ihre Laune ein auf und ab wie das hiesige Wetter.
Denn nachdem es führ ein Monat mit 30-40 Grad und drückender Hitze schon tiefster Sommer war, so schwankte es in den letzten Wochen total um und wir erleben tägliche Regenfälle mit angenehmen 25-30 Grad.
Angenehmes Aprilwetter halt.
Nachdem Colin und ich uns von unseren Kollegen verabschiedet hatten machten wir uns dann auf den Weg nach Suceava.
Suceava ist nichts besonderes, fungiert aber wunderbar als Tor in die Bucovina.
Dort blieben wir in einem kleinen wunderbar gemütlichen Hostel.
Die Inhaberin dort ist eine total gesellige Anfang 30erin die in Bukarest Englisch und Schwedisch studiert hatte und vor 8 Jahren die Idee ergriff dieses Hostel zu eröffnen.
Von Ihr wurden wir auch mit hausgemachter Suppe, Kuchen und Kaffee verwöhnt.
Bei welchem wir stundenlange Diskussionen über Gott und die Welt geführt haben.
Denn in dem Hotel trafen wir weiters auf einen Amerikaner und einen Engländer, die beide im Zuge von sozialen Projekten in Rumänien Unterwegs waren und sehr redselig waren.
Die hügelige Bucovina ist so ziemlich die schönste Landschaft in Rumänien und glänzt vor allem mit ihren vielen bemalten Klöstern.
Diese Klöster sind deswegen so berühmt weil sie vor ca. 600 Jahren mit nur einem halben Zentimeter Fresko bemahlt wurden und heute ohne Nachbehandlung immer noch erstaunlich gut erhaltne sind.
Trotz etlichen Versuchen weiß man bis heute nicht mit welchen Farben man damals gemalt hat um erstens so beharrlich gegen Sonne und Witterung zu sein und zweitens einen erstaunlichen Schimmereffekt der blauen Farbe bei Sonneneinstrahlung aufzuweißen.
Wie auch immer wir haben uns drei dieser Klöster angesehen (Homor, Voroneti und Moldovita) und alle drei waren sehr beeindruckend.
Nächsten Tag machten wir uns dann auf den Weg in die Ukraine nach Czernowitz.
Die Reise war auf jeden Fall ein Erlebnis, und für jeden der es noch nicht kennt kann ich es nur raten mit den Bus eine Eu Außengrenze zu passieren
Czernowitz die alte Hauptstadt der Bucovina und ehemals Teil des KuK Reiches ist eine herausragend schöne Stadt. Und erinnert sehr stark an Salzburg oder Wien.
Und anders als normalerweise im Osten ist nicht nur die Innenstadt gut erhalten sonder eigentlich die ganze Stadt sieht wie frisch renoviert und sehr sauber aus.
Allerdings trügt hier der Schein ein bißchen denn innerhalb der Häuser sieht es ganz anders aus. Bereits wenige Kilometer über der Grenze bemerkt man rasch dass die Ukraine weit von einem EU Europäischen Standard ist.
In den Supermärkten gibt es kaum etwas zu kaufen (außer Vodka und Bier)
Für unser Frühstück (Milch, Brot, Marmelade) und Reiseproviant (Wasser und Chips) mußten wir sogar drei Mini Märkte aufsuchen, und selbst dann hatten wir immer noch keine Marmelade und nur altes Brot.
Wasser sollte man nicht aus der Leitung trinken, jedoch kann man stilles Wasser nicht im Mini Markt kaufen , sondern muß entweder in die großen Einkaufszentren oder man holt sich bei einem der Armeetrucks mitten in der Stadt sein Wasser, das sie dort gegen wenig Geld ausgeben.
Überhaupt ist sehr viel Armee im ganzen Land zu sehen.
Dort blieben wir bei einem Couchsurfer names Myroslav.
Dieser war wirklich ein Segen, obwohl auch er nur gebrochen Englisch sprach war das schon mehr als alles andere, denn ohne russisch/ukrainisch ist man hier wirklich aufgeschmissen)
Zwar ist auch in Bulgarien die Sprache/Schrift durchwegs unverständlich doch wenigstens spricht dort fast jeder wenigsten ein wenig Englisch oder Straßennamen gibt es auch in Latein. Doch in der Ukraine -- Fehlanzeige.
Myroslav zeigte uns nicht nur die Stadt und erklärte und was wir uns unbedingt ansehen sollten, sonder er zeigte uns auch die kulinarischen Gepflegenheiten des Landes.
Das kleine Bier hat hier 0,6 Liter, das Große einen ganzen Liter.
Die Küche ist sehr ähnlich de Polnisch/Tschechischen also viel Erdäpfel,Kraut,Nudel und Borsch Suppe und natürlich darf der Vodka nicht fehlen.
Auf die Frage ob man den Vodka (in dem Fall mit Kren Geschmack) vor oder nach de Essen trinkt sah uns Myroslav nur verständnislos an und schenkte ein – der erste von 10 Vodkas (während dem Essen).
Dazu trinkt man übrigens eine art sonnengereiften Pflaumensaft, der wirklich sehr verschieden von allem schmeckt dass ich bisher jemals versucht habe.
Grundlegend sind die Preise hier nochmals um Einiges Günstiger als alles in Rumänien, für 5 Personen (Suppe, Vor- und Hauptspeise) inklusive reichliche Getränke bezahlt man gerade mal 20 Euro zusammen.
Ich bin sehr froh das Collin das Couchsurfen so gut gefallen hat, und es ist wirklich immer wieder eine tolle Sache in fremden Ländern von einheimischen aufgenommen zu werden und über die lokalen Bräuche und Kulturen aufgeklärt zu werden.
Also jeder der Couchsurfing noch nicht kennt, ab ins Internet und erkundigt euch!!
Sehr erwähnenswert hier ist auch das unter den etlichen Partnerstädten von Czernowitz unter anderem auch Klagenfurt weilt
Und vor allem unglaublich ist die Universität in Czernowitz bei einem kleinem Rundgang fühlt man sich fast wie im Harry Potter Campus. Und auch innerhalb erinnern die Hörsäle ehe ran ein Schloß als an eine Uni.
Allerdings war es gar nicht so einfach eine Tour zu ergattern den bei unserem ersten Besuch zeigte der Wärter nur auf das Ausgangszeichen, und als ich fragte warum wir nicht hinein dürfen und ob wir irgendwo bezahlen müßten brachte er uns persönlich zu Tür.
Allerdings gibt man sich doch nicht so schnell geschlagen und einige Stunden später versuchten wir es dann noch einmal wir versuchten herauszufinden wo und ob wir bezahlen müßten aber niemand verstand uns.
Im Endeffekt scheuchte uns dann eine nette Dame die Stiegen hinauf wo wir mitten in einer englischen Führung landeten.
Das war dann sehr interessant bis die Führerin uns bat uns doch bitte wieder in den Bus zu begeben, daraufhin versuchten wir nur noch unauffällig zu verschwinden (was auch irgendwie gut gelang)
Wie auch immer, Auf unserem Weg nach Hause, wurden wir dann ein wenig überrascht denn die Züge nach Bukarest waren wegen der heftigen Überschwemmungen (welche uns schon das besichtigen einen Klosters verdorben hatten) im Norden des Landes gestrichen und Busse gab es nicht.
Also Beschlossen wir spontan unsere Heimreise über Moldawien zu wagen und auf dem Weg noch Chisinau mitzunehmen,
Also ab in den Nachtbus und auf den Weg.
In Chisinau kamen wir dann erstaunlicherweise früh um 3:30 an.
Da überraschenderweise alles geschlossen hat um diese Uhrzeit (und wir lediglich das frühe Treiben am Gemüse und Früchtemarkt beobachten konnten) beschlossen wir im Park zu warten bis wenigstens der Mc-a-Do aufsperrt.
Allerdings schliefen wir beide umgehend ein auf der Parkbank und wachten erst wiede rum 7 in der früh auf als der ganze Park mit Fußgängern bevölkert war,
Also auf zum Maci um ein Frühstück und dort Zähne zu putzen und die Toiletten zu benutzen.
Auf dem weg dorthin liefen wir einen Sandler über den Weg der uns auslachte. Er erzählte uns er sah uns im Park schlafen und er wollte ein Foto machen aber er habe leider ja keine Kamera. Außerdem haben uns angeblich auch die Polizisten gesehen und er findet es ist unfair, dass Sie ihn immer aufwecken uns aber nicht ;-)
Sonst ist Chisinau aber nicht besonders aufregend, wir haben uns natürlich keine Pläne gemacht was wir dort besichtigen wollen das es ja ein spontaner Ausflug war.
Aber auch dort in der Stadt lachten uns die Leute lediglich aus wenn wir nach Sehenswürdigkeiten fragten, und auch im Internet konnten wir außer dem einen oder anderen Museum keine Sehenswürdigkeit ausfindig machen.
Prädikat: Langweilig.
Sonst ist Moldawien aber Rumänien sehr (sehr) ähnlich, Preisniveau ähnlich, Sprache gleich (außer einigen wenigen Pro Rußland Anhängern) und in der Stadt findet man sogar Proteste für einen Rumänien Anschluß des Landes.
Das einzig wirklich typische was wir finden konnten war Cvas, ein alkoholfreies, bierähnliches Erfrischungsgetränk ähnlich unserem Malzmandl (falls das noch wer kennt)
So das war es (doch etwas mehr als erwartet)
Ich hoffe der ein oder andere hatte Freude daran mit mir mitzulesen wie es mir so ergangen ist.
Aber nun freue ich mich echt schon bald wieder zu Hause zu sein und euch alle wieder zu sehen.
Aber dies hier ist nun das: ENDE
Donnerstag, 3. Juni 2010
mulți vizitatori , nimic nou
mulți vizitatori , nimic nou (viel Besuch , wenig Neues)
Hallo allerseits :-)
Also nach langer Zeit gibt es wieder einmal etwas Neues von mir.
Oder dann auch wieder nicht.
Die letzten Wochen sind im Großen und Ganzen relativ Ereignislos verlaufen.
Unter der Woche war immer sehr viel lernen angesagt.
Mittlerweile habe ich dann aber endlich die meisten Prüfungen hinter mich gebracht (5 davon letzte Woche binnen 4 Tagen)
Sodass bis Ende Juli „nur“ mehr 4 Prüfungen sowie eine Projektabgabe am Programm stehen.
Ich freue mich schon darauf endlich wieder durch die Gegend zu reißen und neue Dinge zu entdecken.
Hauptgrund für meine Reisefaulheit im Mai war dass ich jedes Wochenende Gäste hier zu Besuch hatte.
Freunde, Verwandte, Studienkollegen alles wurde abgefertigt
Hat mir sehr gefreut ein paar vertraute Gesichter endlich wieder zu sehen.
Und es war auch super dass (bis auf wenige Ausnahmen) den meisten das Land gut gefallen hat.
Obwohl das Rahmenprogramm dann doch immer ähnlich war (Besuch des Parlaments, Dorfmuseums, Parks, Märkte viel -mehr oder weniger traditionelles- Essen, Abhängen am Doch des Nationaltheaters, Wetter von 30° - garantierter Regen) so gab es auch immer etwas individuelles nettes zu endecken.
z.B. so kam es schon einmal vor, dass man beim Hostel vor verschlossenen Türen stand, eine Leiche begutachten konnte oder das Apartment mit eineigenen Sextouristen teilen durfte.
Letztes Wochenende beschlossen wir dann sogar einen Tagesausflug nach Constanta zu unternehmen.
Constanta liegt ca 200 km östlich von Bucuresti und direkt am Meer.
Dort sieht man einen riesigen Hafen, durchaus mit dem Rotterdammer Hafen gleichzusetzen.
Wir waren aber durchaus eher vom Meer als vom Hafen fasziniert.
Obwohl es dann doch schon eher sehr kühl war wagten sich fast alle zumindest kurz ins Wasser und genossen die Zeit am Strand.
Ansonsten habe ich auf der Uni bei der „Sesiunea de comunicari“ mitgemacht, ein Wettbewerb wo alle Studenten einer Fakultät die Möglichkeit haben ein wissenschaftliches Thema vor einer Jury zu präsentieren.
Mein Kollege und ich gewannen dann auch prompt den 2ten Platz (mit einem Preisgeld von 150 Lei ) für die Behandlung der Taguchi Methode als Werkzeug für die statistische Versuchsplanung.
Zwar ist das Wetter hier sicher besser als zuhause in Österreich aber trotzdem ist es sehr nervig wenn es dann doch jedes Wochenende regnet.
Vor allem fühlt sich so ein Regen bei sonst 30° nicht gerade gut an, dann so ist man innen (vom schwitzen) und auch außen (vom Regen= gleichzeitig Nass.
Ein bisschen Aufbruchstimmung macht sich hier auch schon breit, denn viele Erasmusstudenten die nur für 3 Monate hier waren sind bereits wieder abgereist und auch vom ESN hatten wir bereits die Erasmus Abschiedsparty.
Trotz der anfänglichen Aufbruchsstimmung weiß ich aber immer noch nicht genau wann ich denn wieder zu Hause sein werde.
Ende Juni sind meine Prüfungen vorbei und dann komme ich zaus sobald ich alles gesehen habe was mir noch vorschwebt!
Ich wünsche euch dass Ihr alle bald wieder genügend Sonnenschein habt um den Sommer gebührend einzuläuten.
Würde mich freuen bald mal wieder etwas von euch zu hören (Skype Termine gibt es nach Anfrage ;-) )
Bussal Robert
Mittwoch, 5. Mai 2010
De la cel mai mic sat de mare mare
Hallo meine Lieben,
So seit meinem letzten Eintrag ist es nun auch schon etwas länger her, und nunja dafür gibt es einige mehrere Gründe.
Erstens einmal war/ist Ende April, Anfang Mai die Zeit der Zwischenprüfungen und Hausarbeiten und Seminare mehren sich auch. Sprich man könnte glatt meinen ich hätte ein Studentenleben.
Zudem klingt meine Reiselust einfach nicht ab sodass ich wie gehabt fast jedes Wochenende an einem neuen schönen Fleckchen Erde verbringe (aber dazu später)
Gut aber ein wenig chronologisch die Ereignisse seit Ostern:
In der ersten Woche nach Ostern (die hier übrigens keine Ferien hat) habe ich dann einmal die Stadt in Anbetracht des frühlinglichen Erwachens erlebt.
Nachdem die Osterzeit ja sehr im Rahmen von Reisen gestanden ist und auch weil sowohl mein Kontostand als auch meine Motivation zum Reisen in größeren Gruppen zu diesem Zeitpunkt bereits erheblich geschrumpft war, beschloss ich das erste Wochenende nach Ostern in Bukarest zu bleiben und ein wenig Zeit mit all den Menschen hier zu verbringen welche ich mittlerweile lieb gewonnen habe.
Das heißt primär das genießen der Frühlingssonne , das Basketball spielen in einem der reichlichen Parks hier aber natürlich das Nachtleben welches nicht zu kurz kommen durfte.
Außerdem musste ich ja auch ein wenig für die Uni „vor Arbeiten“ denn die nächste Reise war zu diesem Zeitpunkt bereits geplant.
Wie einige ja bereits wissen hat mein Papa mit seinen Kollegen vom Lions Club Bleiburg heuer wieder (wie bereits 2007) ein karitatives Projekt mitorganisiert.
Das heißt im konkreten dass sowohl Kinderkleidung als aber auch Schuhe Spielzeug und Schulsachen gesammelt wurden, welche für arme Kinder in den abgelegenen Dörfern Rumäniens bestimmt waren.
Grandioser Weise wurden dabei so viel an Kleidung gesammelt dass nach dem Sortieren (klein, Mittel, groß, usw..) die Hälfte für ein weiteres Projekt in Moldawien weiterverteilt wurde da unsere Kapazitäten bei weitem nicht ausreichten um hier alles zu verteilen.
Ich hatte bereits vor Monaten für die Unterkunft der Gruppe (von 10 Personen) in Baile Herculane (Herkulesbad) gesorgt.
Eigentlich war ja mein Plan Samstagmorgen Anzureisen und erst am Montag nach zwei „Wandertagen“ in den nahe gelegenen Bergen zur Gruppe zu stoßen.
Jedoch war einerseits das Wetter samstags recht bescheiden und außerdem lag meine Begleitperson erkrankt im Bett, sodass ich dann erst Samstagabend in Baile Herculane Ankam und direkt zur Gruppe stoßen konnte.
Dies erwies sich im Nachhinein auch als äußerst hilfreich, denn ohne Rumänischkenntnisse wäre das ausreden in der Pension (verschließen des Parkplatzes für die Wagen mit der Ware usw…) doch etwas anstrengender gewesen.
Baile Herculane ist einer der wichtigsten Kurorte Rumäniens und bereits 153 in einer römischen Inschrift bezüglich dessen Heilquellen erwähnt.
Auch wenn die einstigen Kunstbauten der Bäder durchaus noch zu erahnen ist verfällt der Ort geradezu und es tut einem richtig weh die schönen alten Gebäude verfallen zu sehen und nebenher ein Kommunistisches Plattenhotel zu erblicken.
Trotzdem ist alleine der Anblick der Berge welche Herkulesbad umgeben sehenswert.
Die Stadt und der nahe Gebirgszug trennt quasi den Banat von Siebenbürgen und ist des Weiteren von etlichen Höhlen umgeben.
Soweit die Fakten:
Also unsere Runde bestand aus 10 Leuten aus verschiedensten Ländern und Kulturkreisen sodass es eine wirklich interessante und durchaus liebenswerte Truppe war.
Von Brigitte einer Deutschen Dame in den 60ern die rein vom Reden her aber locker als 25 durchgehen würde, über Franz der sich gerne zu einem etwas einschlägigen Thema hinreißen ließ, meinen Onkel Hansi dem das ganze manchmal zu unorganisiert ablief , Hans F. dem Organisator der der zu schwerer Stunde dann auch oft ein Gläschen wein der arbeit vorzog bis hin meinen Papa der genau wusste in den Richtigen die Meute anzutreiben.
Alle nicht erwähnten verzeihen mir hier bitte, aber es war einfach ein feiner Haufen der sich im Großen und Ganzen gut ergänzt hat.
Falls sich der ein oder andere jetzt fragt für was die Bewohner eines Kur- und Ferienortes Hilfeleistung aus dem Ausland benötigen, so möge ich es hiermit kurz erklären.
In diesem Teil Rumäniens gibt es abseits von den Hauptverkehrsruten einfach nichts mehr.
Wenn man von Herkulesbad in den Norden Richtung Bergen fährt so gibt es nach ca. 20km nur mehr vereinzelte Häuser und Siedlungen die praktisch mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten sind. Noch schlimmer wird’s wenn man sich von der „Hauptstrasse“ (welche genügend Schlaglöcher besitzt um einen Weltcupslalom aufzustecken) auch nur wenige Kilometer abweicht so findet man Straßen die kaum oder gar nur mit Muli, Esel oder Pferd zu passieren sind. Sowie Menschen die sich Ihre Schuhe aus alten Autoreifen basteln (müssen). Was man aber z.B. nicht findet sind Traktoren hier wird ganz und gar wie bei uns vor etlichen Jahren Mit Pflug und Tier gearbeitet.
In den Schulen gibt es nicht genügend Lehrkräfte sodass die kleinen Kinder Vormittags und die großen Nachmittags den Unterricht besuchen.
Alles in allem eine komplett andere Welt die man einfach erlebt haben muss, denn egal wie gut ich es auch versuche zu beschreiben – man kann sich das nicht vorstellen solange man so etwas selbst nicht erlebt hat.
Trotz alle dem erwecken die Menschen durchaus einen Lebensfrohen Eindruck und man braucht nicht zu glauben dass diese Menschen unglücklich wären, im Gegenteil von solch einer Lebenseinstellung kann man auf jeden Fall so einiges lernen.
Hier im speziellen sind die Menschen nämlich noch viel gastfreundlicher als sonst schon im restlichen Teil des Landes, auch wenn Sie selber nicht viel haben, das teilen sie auf jeden Fall gerne mit einem, selbst dann wenn sie dafür ein Hünchen gegen eine Flasche Schnaps oder wein tauschen müssen.
So wurden wir (und ich im speziellen) am ersten Tag von der Rumänischen Gastfreundschaft erschlagen. Das soll heißen dass wir nicht nur mit Köstlichkeiten wie Käse, Eiern usw. sondern auch mit Hauswein (fast jede rumänische Familie macht in irgendeiner Art und weise ihren Eigenen Wein) und natürlich Tuica und Palinca (dem hiesigen Schnaps) beglückt wurden.
Das endete damit dass ich froh war dann endlich im Bett zu landen um fit für den nächsten Tag zu werden
Am zweiten Tag besuchten wir zuerst eine Schule wo wir das glück hatten eine junge Lehrerin bei ihrem ersten Schultag zu überraschen.
Diese hatte soeben ihre Ausbildung abgeschlossen und war sozial auch sehr engagiert so hatte sie doch während ihres Studiums in Bukarest bereits einige Computer mit Internetanschluss für die Schule organisiert.
Am Weg zurück trafen sich dann alle drei Gruppen (wir waren jeweils mit drei Voll beladenen Wagen unterwegs) zufällig an einer kleinen Gaststätte auf dem Weg.
Gaststätte das bedeutet ein netter Herr der im Campingwagen wohnt und eine Holzhütte (als Gaststube) eine Plane als Überdachung für den Gastgarten sowie einen Grill sein eigen nennt.
Der besagt Herr fischte selber die Fische im nahen Stausee, und auch das Fleisch vom Grill war von seinen eigenen Tieren (Pastrama und Mici , zwei typische Rumänsiche Gerichte) – besser geht’s eigentlich nicht mehr.
Obwohl der Organisator die Befürchtung hatte ob es wohl möglich sei all die Ware an den Mann zu bringen hatten wir nach dem Zweiten Tag bereits den Großteil der Wahre verteilst und nur mehr einen mittleren Wagen voll mit Ladung übrig.
Also entschieden wir uns dafür an diesem Tag zuerst Orsova zu besichtigen. Ähnlich wie Drobeta Turnu Severin liegt auch Orsova direkt an der Donau und ist von einem Nationalpark umgeben. Es ist also wirklich einladend dort ein wenig herum zu wandern und die Landschaft zu erkunden.
Zuerst besuchten wir St.Anna ein malerisches Kloster mit Blick auf die Donau.
Dort konnte ich den Leuten auch ein wenig die Orthodoxen Gepflogenheiten näher bringen, und ich muss sagen desto mehr ich mich damit beschäftige desto mehr gefällt mir die orthodoxe Kirche. Habt ihr z.B. gewusst dass ein Priester nur dann zum Priester geweiht werden kann wenn er verheiratet ist?
Danach konnten wir noch das eiserne Tor bewundern. So heißt der Landstrich entlang der Serbisch – Rumänischen Grenze an der sich die mehre hundert Meter bereite Donau auf wenige Meter verengt. Besonderst an einem schönen Tag eine wundervolle Erfahrung.
Nachdem getane, Urlaub war dann wieder die Arbeit dran und es ging daran den Letzten Wagen los zu werden. Diesmal gelangten wir in ein Dorf voll mit Roma, welche nur aus allen Löchern gekrochen kamen.
Binnen weniger Minuten war die vorherig leere Strasse komplett voll und die Leute rissen uns die Ware fast aus den Händen.
Zum Glück war ich der Sprache mächtig und konnte Sie um etwas Platz und Verständnis bitten da wir nur jenen Kindern etwas geben konnten von denen wir auch Größen und Alter usw. wussten.
Also alles in allem eine tolle Sache, an die ich mich gerne zurückerinnern werde.
Nächsten Tag brach die Truppe dann nach Timisoara auf um ihren verbleibenden Tag noch zu nutzen und ich machte mich wieder auf den Weg nach Bucuresti.
Dort hatte ich dann auch nur einen Tag Zeit anfällige Dinge zu erledigen, dann am Freitag Früh ing es schon wieder weiter nach Vama Veche.
Denn der erste Mai ist hier so ziemlich der wichtigste Feiertag nach Ostern und Weihnachten.
Normalerweise fahren die Familien und älteren Leute ins Gebirge zum Grillen usw, aber die Jugend trifft sich am Meer und macht die Nacht zum Tag.
Von Constanta (der wichtigsten und größten Stadt am schwarzen Meer) südlich bis Vama Veche ist jede Stadt / Dorf von Jungen Menschen überflutet.
Die Hauptattraktion ist aber immer noch Vama Veche, dieses kleine Dorf mit ca 300 Einwohnern ist der Letzte Meereszipfel vor der Bulgarischen Grenze und seit Jahrzehnten als der Platz wo sich Freigeister und Nudisten treffen bekannt,
Am ersten Mai verwandelt sich dieses Dorf dann zum Schauplatz einer Orgie, man hat den Anschein zumindest ganz Bukarest ist da (denn man kann sich sicher sein jeden Bekannten zumindest einmal zu treffen).
Der typische Tagesablauf sieht so aus dass man sich zuerst am Strand begibt um sich zu entspannen m Karten zu spielen oder einfach zu plaudern, dann später was isst um eine gute Unterlage für die darauf kommende Nacht zu haben.
In der Nacht gibt es dann viele Live Konzerte von fast allen bekannten Rumänischen Gruppen. Und das Treiben am Strand hält bis Morgens zum Sonnenaufgang an.
Obwohl das mit dem Essen gar nicht so leicht war denn bereits am Samstag waren sämtliche Supermärkte leer gekauft (außer die scheinbar unendlichen Alkoholvorräte)
Zusammenfassend ein sehr wildes Wochenende, aber ich habe es auch wirklich genossen.
Zum Glück war ich mit meinen Rumänischen Freunden, Maria, Ileana, Sibi, Mihai , Delia und einigen anderen dort, denn die anderen Erasmusstudenten waren zusammen unterwegs jedoch wirklich nur auf das vernichten von möglichst viel Alkohol in möglichst kurzer Zeit aus.
Sodass einer der Franzosen , Ron, sogar nackt am Strand übernachtete weil er keinen der anderen mehr fand. Aufgewacht ist er auch nur weil er einen Sonnenbrand hatte und auf dem Weg zurück wurde er dann auch von Soldaten aufgehaltne weil er sich mittlerweile schon auf Bulgarischem Terrain befand.
Also das waren so im groben mein Erlebnisse der letzten Zeit.
Ich freue mich schon auf nächsten Monat wenn mich jedes Wochenende einige Leute besuchen kommen.
Ich hoffe euch wird Rumänien genauso gut gefallen wie mir.
Ich wünsche allen zu Hause eine schöne Frühlingszeit viel Erfolg bei Prüfungen und Arbeit und Halbzeit hätte ich hiermit ca. geschafft!!!
Montag, 12. April 2010
Turneul de Pasti
Turneul de Pasti – (Meine Osterreise)
Hey alle zusammen.
Ich hoffe ihr hattet eine schöne Osterzeit und seid nicht vor lauter Essen explodiert (bei mir war’s auf jeden Fall knapp davor)
Also ich habe Ostern in Bukarest verbracht und bin dann am Dienstagmorgen für eine Woche auf Reisen gegangen (Craiova, Rimnicu Valcea und Brasov)
Es war auf jeden Fall sehr schön Ostern einmal ein bisschen anders zu erleben und neue Bräuche zu erleben. Auch wenn ich die Heimat das erste Mal so richtig vermisst hab.
Also grundlegend ist das Orthodoxe Ostern ja nicht so verschieden von der Art wie wir es feiern. (Und heuer sogar zum selben Zeitpunkt gefeiert)
In den Tagen vor Ostern gibt es genauso (theoretisch) eine Fastenzeit. Zumindest in der letzten Woche der Fastenzeit (so genanntem Post) wird dass dann auch ernst genommen, dass heißt fast jedes Restaurant und Supermarkt hat eine eigene Sektion für vegane Produkte und Speisen. Am Karfreitag gibt es dann den so genannten Post negru (Schwarzen Fasttag) wo nichts (auch kein Wasser) deinen Mund berühren sollte.
Anders als bei uns (zumindest zuhause in Kärnten) wo die wichtigsten Osterbräuche am Samstag stattfinden ist Karsamstag hier ein ganz normaler Fasttag. Dafür wird Dienstag nach Ostern auch noch zur Osterzeit gezählt.
Wie auch immer soweit die Theorie.
Da das Wetter am Osterwochenende wirklich toll war habe ich viel Zeit damit verbracht die Sonne zu genießen und in Parks mein Unwesen zu treiben (Die Parks in Bucaresti sind echt toll und man kann locker eine Menge Zeit hier verbringen)
Außerdem habe ich meinem Zimmerkollegen die Stadt ein wenig zeigen können.
Ja richtig gelesen seit der Woche vor Ostern habe ich einen Zimmerkollegen.
Er ist ein Doktorand aus Leoben (Kunstofftechnik) und ist im Zuge von wissenschaftlichen Experimenten für drei Monate hier in Bukarest.
Bevor ich das Vergnügen hatte ihn kennen zu lernen war ich nicht sonderlich begeistert darüber einen Österreichischen Zimmerkollegen zu bekommen. Immerhin bin ich hier um meine Sprachskills zu verbessern und außerdem geht jede Menge Privatsphäre verloren wenn man beim Skypen jedes Wort verstehen kann.
Also wollte ich mit einem der Franzosen Zimmer tauschen im die Sache etwas durchzumischen, aber die wollten (natürlich) lieber unter sich bleiben.
So im Nachhinein ist alles halb so schlimm Michael (so sein Name) ist echt super nett, kommt aus Ried im Innkreis und ist echt eine unkomplizierte und entspannte Person.
Dass macht das zusammenleben sehr einfach und da wir beide sowieso nicht sehr viel zu Hause sind hat bisher alles bestens geklappt,
Am Samstag war ich dann bei Maria zu Hause eingeladen da sie sturmfrei hatte.
Zuerst haben wir am Nachmittag einmal einen Reindling gebacken und hatten eine Kärntner Osterjausen mit Schinken und Motschka (Kren mit Essig und Eiern).
Später sind dann noch mehr Freunde dazugestoßen und wir hatten einen schönen Abend.
Gegen Mitternacht machten wir uns dann auf in die Stadt und haben kurz an einer Kirche haltgemacht um den Osterlichen Geist aufzusaugen.
Das ist in Bucaresti wirklich beeindruckend, denn fast jeder geht um Mitternacht in die Kirche um das Osterlicht zu erhaltne und es nach Hause zu bringen.
Man sieht also tausende Menschen mit Kerzen und Lichtern durch die Straßen laufen und man fühlt sich einfach wunderbar umgeben von all dieser Energie und Freundlichkeit.
Am Sonntag und Sonntag war ich dann auch noch bei weiteren Freunden eingeladen um Ostern mit ihnen (und ihren Familien) zu feiern.
Das war wirklich schön, vor allem Montagabend die Party bei Bogdan wo ich viele nette Leute kenne lernen durfte und auch einiges an Kulinarischen Erkenntnissen Reicher geworden bin.
Zu Ostern gibt es zwei typische Süßspeisen – Cozonac (das ist eine Ort Stollen mit Nüssen, Rosinen, kandierten Früchten, manchmal Marmelade oder Schokolade und was immer ihnen noch einfällt hinein zu tun.) und Pasca (so eine art Topfentorte).
Neben den süßen Köstlichkeiten essen sie natürlich das traditionelle Osterlamm, das heißt im konkreten es gibt zig verschiedene Lamm Gerichte e mit denen man sich den Bauch voll stopfen kann. Dazu isst man natürlich Salata de Beouf (eine Art Mayonese Salat) und verschiedene Sorten von Käse und Gemüse.
Besonders zu erwähnen sei auch pepene murat, eingelegt Melone die ähnlich wie Essiggurken schmecken und auch zum Osteressen gereicht werden.
Eiersuche gibt es zwar keine aber trotzdem haben sie (jede Menge) gefärbte Eier die vor jedem Essen gepeckt werden.
Zu dem gibt es einen Spruch „Hristos a inviat“ – Christus ist erstanden , mit der darauf folgenden Antwort „Adovarat a inviat“ – Wahr , er ist erstanden“.
Diesen Spruch sagt man nicht nur bevor man die Eier isst sondern er ersetzt über die ganze Osterzeit hinweg den Willkommensgruß anstelle von Hallo oder Guten Tag.
So aber jetzt genug vom Essen sonst läufts ihr mir ja alle weg zum Kühlschrank.
Am Dienstag (bei schwere Regen) machte ich mich dann mit dem Zug auf den Weg nach Craiova.
Craiova (was soviel wie Königsstadt aus dem slawischen bedeutet) ist eine sehr südliche Stadt und die wichtigste Stadt der kleinen Walachei.
Obwohl Sie mit fast 300.000 Einwohnern alles andere als klein ist, ist sie außer für die nationale Industrie nicht sonderlich bedeutend und hat für Touristen nur wenige Sehenswürdigkeiten zu bieten.
Nichts desto weniger ist es eine nette Stadt wo man bereits einen leichten orientalischen Einfluss in der Architektur erahnen kann.
Vor allem zu erwähnen ist das Kunstmuseum welches unter dem Einfluss des berühmtesten Rumänischen Bildhauers Constantin Brâncuşi steht sowie der Botanischen Garten bzw den Romanescu Park.
Dieser 90 Hektar große Park gewann auf der Weltausstellung 1900 (in Paris) die Goldmedaille und ist zu Recht einer der imposantesten Grünflächen die Europa zu bieten hat.
Mit der Unterkunft in Craiva gab es dann einige Problemchen.
Ursprünglich war der plan bei einem Couchsurfer zu übernachten. Dieser schrieb mir per e-mail er sei über Tag zwar nicht in der Stadt aber am Abend werde er sich melden um sich mit mir zu treffen.
Gut dem war dann leider aber nicht so und unter der Nummer die ich von ihm hatte meldete sich auch niemand.
Das (einzige) Hostel in Craiova , dessen Adresse ich mir vorher im Internet herausgesucht hatte war wegen der Osterfeiertage kurioserweise ebenfalls geschlossen sodass ich vom Regen durchnässt schließlich aufgab und mir in der nähe des Stadtzentrums für 130 Lei (ca 30Euro) dann ein Hotelzimmer nahm.
Am nächsten Tag war das Wetter dann besser und ich hatte noch Gelegenheit mir die innere Stadt von Craiova anzusehen bevor ich dann am Nachmittag nach Rimnicu Valcea aufgebrochen bin.
Zugfahrt war dann auch verrückt denn mitten auf der Strecke stieg ein Pärchen mit Kind und Huhn und (lebendigen) Lamm ein und setzten sich zu uns ins Abteil, was eine ältere Dame furchtbar aufregte und die ganze Fahrt über fluchen ließ J
Rimnicu Valcea ist eine kleinere Stadt (120.000 Einwohner) und liegt an einer der wichtigsten Verkehrslinien des Landes. Darum lebt es auch von seiner starken Industrie sowie den nahe liegenden Kurquellen die ein beliebtes Ziel für den nationalen Tourismus sind.
Dort war ich auf jeden Fall bei einer Freundin eingeladen zwei Tage bei ihr und ihrer Familie zu verbringen.
Der Aufenthalt war sehr schön, vor allem weil ich viel vom „rumänischen Leben“ mitbekommen und auch gezwungen war endlich einmal ausschließlich rumänisch mit ihren Eltern zu sprechen.
Darauf bin ich dann sogar ein bisschen stolz dass das so gut geklappt hat.
Neben dem Besuch der Heilquellen, einem nahem Hügel zum wandern und einem Kloster wo mir die orthodoxen Bräche etwas näher gebracht wurden (z.b. Das entzünden von Kerzen für Lebendige und verstorbene in jeder Kirche), war das Wochenende vor allem von einem einzigen niemals endlichen Festmahl geprägt und ich war froh als ich dann endlich im Bus nach Brasov saß und nicht mehr essen musste.
Jaja die Rumänen sind wirklich sehr Gastfreundlich J
Obwohl die Strecke von Valcea anch Brasov keine 200km ausmacht benötigte der Bus auf den Bergstraßen und zwischen den kleinen Dörfen über sechs Stunden bis wir dann endlich in Brasov angekommen sind.
In Brasov bin ich dann direkt zu einer Gruppe von Erasmusstudenten aus Bukarest gestoßen die für dieses Wochenende einen Trip nach Brasov geplant hatten.
Brasov (Kronstadt) ist wohl die wichtigste Tourismus Stadt Rumäniens.
Nicht zu unrecht ist Brasov doch sowohl für das Land selber eines der Angelpunkte der Wirtschaft als auch an sich eine beeindruckende Gegend mitten in den Bergen.
Wirklich toll ist das die Altstadt als solche erhalten geblieben ist und sich das neue Zentrum separat entwickelt hat sodass man eigentlich zwei Städte in einer Stadt vor sich hat.
Zur Stadt selber will ich gar nicht so viel sagen, nur soviel dass man Sie auf jeden Fall einmal gesehen haben sollte.
Die Zeit mit der Erasmusgruppe war dann natürlich sehr verrückt und intensiv wie man sich vorstellen kann.
Da die beiden Organisatoren ursprünglich aus Brasov kamen konnten sie uns die schönsten (touristischen aber auch weniger touristischen) Flecken der Stadt zeigen sowie tolle Restaurants und Bars zeigen.
Lore’s Vater war auch total begeistert von mir denn immerhin gelang es mir mehr Scharfe Paprika zur Suppe zu essen (ja das ist üblich hier) als er ;-)
Fast klar war dass wir uns auch das Draculaschloss im nahen Bran (ca. 20 km entfernt) angesehen haben.
Leider ist das Schloss außer touristisch nicht sonderlich besonders. (und hat kaum Verbindung zum wahren Graf Dracula)
Wie auch immer das Beste an diesem Trip war das Essen danach als wir in einem nahen Bauernhaus von den Eltern einer Studienkollegin deiner der Organisatorinnen bekocht wurden. Neben Traditioneller Küche und gab es auch wunderbaren hausgemachten Käse.
Von letzterem war ich so begeistert dass ich gleich einen Kilo (für umgerechnet nicht einmal 2 Euro) kaufen musste. Das freute den Vater des Hauses so, dass er mir zusätzlich noch eine (Cola) Flasche Hauswein mit auf den Weg gab.
Das einzige was nicht soo toll war, war das fortgehen am Abend.
Am ersten Abend mussten wir ewig warten bis die Mädels(und Jungs) endlich fertig waren.
Ich hatte das vergnügen mein Zimmer mit vier Franzosen zu teilen welche sich natürlich nicht dazu ermuntern ließen englisch mit mir zu sprechen.
Da ich nach einer Stunde warten und quasi nix verstehen gelangweilt war beschloss ich mich kurz auf mein bett zu legen und zu warten.
Das nächste an das ich mich erinner ist dass ich um 5 in der früh aufwach, denn meine netten Zimmerkollegen hielten es nicht für nötig mich aufzuwecken als die dann endlich losgingen.
Und sie erzählten sogar den anderen ich würde lieber schlafen als mitzukommen
Am zweiten Abend war es dann zwar besser und wir hatten einen total lustigen Abend einfach zusammensitzend trinkend und uns unterhaltend usw. aber um ca. 2 Uhr früh entschieden die Leute doch noch in einen Club zu gehen. Welcher sich als totaler Proleten Club mit zusätzlich Eintritt herausstellte. Naja für uns war es dann eher lustig wie aufgetakelt manche Menschen herumlaufen aber die Musik war eher bescheiden.
Aber das ist eben das Problem wenn man mit so vielen Leuten unterwegs ist, Die Masse ist numal träge und nur schwer zu Bewegen man muss immer warten und oft ist es wegen der Sprachbarriere dann auch schwer Kompromisse zu finden.
Wie auch immer es war eine total schöne Woche.
Und so wird es wohl auch weiter gehen denn meine Pläne weniger zu Reisen kann ich mir aufgrund der reichhaltigen Möglichkeiten dann wohl eher in die Haare schmieren.
Aber dass ist schon gut so.
Ich würde mich freuen zu erfahren was ihr so getrieben habt über Ostern und freue mich schon einige nächsten Monat hier begrüßen zu dürfen.
Bis bald,
Bussis und liebe Grüße!!












